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Bayerischer Gärtnerei-Verband e.V.
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Grußwort des BGV-Präsidenten Benno Basso
Zum 100-jährigen Verbandsjubiläum grüße ich alle Mitglieder, Freunde und Förderer unseres Bayerischen Gärtnerei-Verbandes ganz herzlich.

Die Gründung unseres Verbandes vor nunmehr 100 Jahren war eine weitblickende Entscheidung.

Die Zusammenfassung der berufsständischen Interessen in einem eigenständigen Berufs- und Wirtschaftsverband war dabei das Hauptanliegen der Gründungsmitglieder um die Nürnberger Gärtner Heinrich Tölke und Albert Ortmann. Sie legten 1906 mit der Gründung des Verbandes bayerischer Handelsgärtner in Nürnberg das Fundament für die Arbeit unseres Verbandes. Die bayerischen Erwerbsgärtner hatten damit erstmals wie das benachbarte Baden-Württemberg und Hessen einen geschlossenen Berufsverband, über den sie ihre Interessen wirksam nach innen und außen vertreten konnten. Es galt, Fragen der Wirtschaftspolitik, der Berufsausbildung, die Fachberatung, die Technik im Gartenbau sowie rechtliche und steuerliche Themen zu bearbeiten.

An dieser grundlegenden Aufgabenstellung des Verbandes hat sich seither wenig geändert. Unsere volkswirtschaftliche Entwicklung, der zunehmende internationale Handel, der ständig schärfer werdende Wettbewerb erfordern, dass sich

der Verband den Herausforderungen stellt und bei seiner Politik nach innen die Wirtschaftskraft seiner Mitgliedsbetriebe stärkt und vor allem das Marketing der Betriebe im weitesten Sinne fördert.

Unser Berufsstand ist heute aber mehr denn je gefordert, die Stellung des Gartenbaues nach außen deutlich zu dokumentieren und das Produktions- und Dienstleistungspotenzial der mittelständisch strukturierten Gartenbauwirtschaft herauszustellen.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung der Märkte und der sich immer schneller verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben sich jedoch ernste Probleme für unseren bayerischen Gartenbau.

Es ist deshalb im 100sten Jahr der Verbandsgründung wichtiger denn je, dass die bayerischen Gartenbauunternehmer in ihrem Verband solidarisch zusammenarbeiten und somit ihre Stellung am Markt behaupten.

Der Aus- und Fortbildung der Betriebsinhaber, ihrer Söhne und Töchter sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt daher eine immer herausragendere Bedeutung zu. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, dass die gärtnerischen Ausbildungsstätten weiterhin gefördert und ausgebaut werden und der Freistaat Bayern über seine moderne Gartenbauberatung und -verwaltung die Betriebe auch weiterhin effizient unterstützt.

Auch unsere Selbsthilfeeinrichtungen, besonders die im Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung zusammengeschlossenen Erzeugerringe, die Betriebshilfsringe und alle anderen dem Gartenbau dienenden Dienststellen und Organisationen sind für die Förderung und den Fortbestand unseres Berufsstandes unverzichtbar.

Eines ist gewiss: Mit einem starken und modernen Verband, mit einer praxisorientierten Ausbildung sowie einer betriebsspezifischen Beratung wird es auch künftig möglich sein, unseren bayerischen Gartenbaubetrieben ihr traditionelles

Aufgaben- und Arbeitsgebiet zu sichern sowie alle Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für eine prosperierende Zukunft offen zu halten.


Benno Basso

Präsident des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes e.V.